Chronik Langerringen/ Westerringen

Das Dorf Langerringen, liegt an der Hochstraße, an der südlichen Grenze des Landkreises Augsburg. Es ist geprägt durch zwei langgestreckte Straßenzüge und die Singoldaue.

6./7. Jahrhundert
Die Entstehung des Ortes liegt bereits im 6./7. Jahrhundert. Die alemannische Sippe des Erro ließ sich in der hiesigen Gegend nieder. Nach dem Sippenoberhaupt wurde die Ansiedlung Erringen genannt.

1000 n. Chr.
Die Grundmauern der Kirche gehen nachweislich bis etwa gegen Ende des ersten Jahrtausends zurück. Im Jahr 1140 fand eine Vergrößerung und Neueinweihung der Pfarrkirche statt.

12.Jahrhundert
Mitte des 12 Jhd. bestand in Westerringen eine Kirche und Pfarrei.

12./13. Jahrhundert
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 12./13. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um das Adelsgeschlecht der „Herren von Erringen“. Die Herren von Erringen verschwinden gegen Ende des 13. Jahrhunderts aus der Geschichte unseres Ortes und werden im Lehensbesitz von Augsburger Patriziergeschlechtern abgelöst: dies sind dann die Herren von Rorbach bis 1325, den Augsburgern Heinrich Langenmantel bis 1396, Konrad Ilsung bis 1419 und Wilhelm Zellner bis 1460.

1320
Erste urkundliche Erwähnung der heutigen Pfarrkirche, die nach dem Hl. Gallus benannt wurde.

1338
Die Verwendung der Bezeichnung „Erringen“ in älterer Zeit verhindert meist eine genaue Zuordnung von Tatsachen zu Langerringen und Westerringen. Erst 1338 werden die „ecclisia, quae dicitur Westerchirken“ und 1444 die Form „Westerringen“ gebraucht.

1376
Die Burg der Herren von Erringen ist als Ruine noch nachweisbar. Die Burg der Herren stand auf der Erhebung beim noch heute bestehenden Einödhof Burghof. Diese Burg findet sich auch heute noch im Wappen der Gemeinde Langerringen wieder.

1378
Im Erlass eines Dorfrechts werden alle Rechte und Pflichten der Gemeindemitglieder, auch des Richters, festgelegt und geregelt. Unter Vorsitz des Richters („praepositus“ – Probst) der die Niedergerichtsbarkeit ausübte, waren unter den 11 Urteilsprechern auch 6 Männer der Gemeinde. Von außergewöhnlicher Bedeutung ist die in diesem Dorfbrief ebenfalls festgelegte Regel, dass der Richter für alle Anordnungen die Zustimmung der Mehrheit der Bauern bedurfte.

1460
Die Lehen gehen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 an das Domkapitel Augsburg, das schon im Jahre 1307 die untere und obere Mühle sowie einen Hof erworben hatte

1497
Die im Unterdorf stehende Leonhardskapelle wird erbaut. Heute sind darin einige wertvolle Statuen (14 Nothelfer) zu sehen.

1516
Bau eines Siechenhauses (später auch Leprosenhaus genannt) durch den Stiftungsgründer Johann Müller. Die Stiftung ist eine der ältesten Einrichtungen dieser Art im Landkreis Augsburg, sie diente zur Unterbringung von mittellosen und kranken Menschen (Leprosen). Weitere Zustifter dieser Stiftung waren der Domprobst Andreas Rem von Kötz sowie Pfarrer Christoph Merod von Thannhausen im Ries. Im Jahre 1901 wurde das Leprosenhaus ein kleines Krankenhaus und später ein Altenheim. Das Haus aus der Gründerzeit wurde im Jahre 1967, nachdem ein neues Altenheim gebaut wurde, abgebrochen.

1525
Die Langerringer Bauernschaft beteiligte sich am Bauernaufstand und stellten in Anlehnung an die Memminger Artikel eigene Artikel auf. Mit den sogenannten „Erringer Articul“ (16 Artikel) versuchten die Bauern die unerträglichen Zwänge ihrer Leibeigenschaft gegenüber der Grundherrschaft zu mildern und zu lockern.

1713
Verlegung des Pfarrsitzes Westerringen nach Gennach.1182 Erstmals urkundliche Erwähnung von Gennach. Kaiser Friedrich I. stellt dem Kloster Reichenbach in der Oberpfalz einen Schirmbrief aus, worin er dem Abt die alten Freiheiten und Rechte bestätigt. Unter den Klostergründen wird auch der Besitz „zu Gevnach“, heutiges Gennach, aufgeführt. Eine Besiedelung des Raumes Gennach erfolgte jedoch bereits wesentlich früher. Grabhügelfunde aus der Hallstattzeit und auch die Keltenschanze im Härtle lassen vermuten, dass eine Besiedelung schon im 1. Jahrhundert vor Christus gegeben war.

1781 und 1818
Im Jahr 1781 wütete eine Feuersbrunst in Langerringen. Bei einem weiterem Großbrand am 08. August 1818 fallen große Teile des Unterdorfes sowie die Kirchturmkuppel mit Glocken den Flammen zum Opfer. Ein Bild in der Pfarrkirche zeigt heute noch das verheerende Flammenmeer.

1803
Die kirchlichen Besitztümer und Herrschaftsrechte fielen, nach 340jähriger Zugehörigkeit zum Domkapitel Augsburg, durch die Säkularisation an das Kurfürstentum Bayern. Um 1800 gab es in Langerringen 36 Höfe, die folgenden Grundherren gehörten: Domkapitel (22), Kloster St. Katharina Augsburg (3), Sternkloster Augsburg (2), Kloster Hl. Kreuz Augsburg, Stift St. Moritz Augsburg, Kloster Kaufbeuren, Findelhaus Augsburg, Barfüßerpfründe Augsburg, Ruffsches Seelhaus Augsburg, Stadtpfleger Paul v. Stetten Augsburg und die Herrschaft Igling (je 1).

um 1820
Der 4 km südwestlich von Langerringen liegende Weiler Falkenberg dürfte in dieser Zeit gegründet worden sein.

1823
Es folgt die Bildung einer protestantischen Kirchengemeinde durch die Einwanderung von sogenannten „Überrheinern“. 1834 begann der Bau der protestantische Kirche und bereits 1835 erfolgte die Einweihung. 1836 erhielt die Pfarrgemeinde ein ständiges Vikariat, welches dann 1861 zur Pfarrei erhoben wurde. Eine gründliche Renovierung erfolgte im Jahre 1904 und mit der Errichtung eines Turmes 1913 bekam die Kirche „St. Johannes“ ihr heutiges Aussehen.

1824
Wurde das Oberrichterhaus (Amtshaus des ehemaligen Domkapitels) von der politischen und kirchlichen Gemeinde gekauft und als Schulhaus verwendet. Im Jahre 1497 wird der 1. Lehrer in Langerringen erwähnt und das erste Schulgebäude ist während des 30jährigen Kriegs nachweisbar. Im Hungerturm der zwischen dem Oberrichterhaus und der Kirche stand, wurden die Verurteilten inhaftiert. Beim Bau des Kriegerdenkmales sind Reste des Turmes entdeckt worden. 1963 ging das Oberrichterhaus in den alleinigen Besitz der Gemeinde über.

1838
Durch Entscheidung vom 22.03.1836 durch König Ludwig I. wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, ihre alten Wappen wieder neu genehmigen zu lassen. 1838 beantragt die Gemeinde als neues Wahrzeichen ein Wappen nach einem alten Fresko in der spätgotischen Leonhardskappelle: Unter einem Bischofshut ist ein geteilter helmbekrönter Ritterschild, darin oben drei goldene Lilien, unten ein Burgturm in Blau. Das Reichsheroldamt befürwortet nur die Übernahme des Burgturmes und legt einen Entwurf vor, den König Ludwig I als nicht heraldisch genug empfindet. Es kann ein ruinöser Burgturm bleiben, aber die obere Linie muss gerade werden. Das Wappen von Langerringen wird dann am 03.08.1838 genehmigt.

1875
Östlich des Dorfes Langerringen, an der Verbindungsstraße nach Untermeitingen, befand sich eine Ziegelei. 1875 stießen Arbeiter auf eine Bestattungsanlage von alemannischen Reihengräbern. Der Fund brachte Lanzenspitzen, Mantelschließen, Tonperlen, Glas, Bernsteine, silberne und goldene Schmucksachen sowie ein goldenes Kreuz. Die Funde stammen aus dem 6./7. Jahrhundert .

1890
Die Bahnlinie westlich von Langerringen wird gebaut. Westerringen erhält dort eine Bahnstation. Diese bleibt für den Personenverkehr bis Sommer 1983 aufrechterhalten. Als Verladestation für die Malzfabrik wird der „Bahnhof Westerringen“ noch heute genutzt.

Im gleichen Jahr findet die erste Flurbereinigung in Langerringen statt.

1912
Die erstmalige Versorgung mit elektrischem Strom wird am 28. Juli durch Vertragsabschluß mit der LEW gesichert.

1914
Neubau einer Schule in der Pfarrgasse. Das Gebäude wird 1970/71 zum Rathaus umgebaut.

1934/35
In diesen Jahren erfolgte die Regulierung von der Singold und dem Röthenbach.

1945
Am 17. April erfolgte der Einmarsch der amerikanischen Truppen in Langerringen.

1950
Erstellung eines neuen gemeindlichen Friedhofes.

1953
Zum ersten Mal wurde die Dorfstraße ausgebaut.

1969
Neubau einer Schule (Viktor-von-Scheffel-Schule), da der Schulsprengel um die damalige Gemeinde Schwabmühlhausen erweitert wurde und die Zusammenlegung der katholischen und evangelischen Schule erfolgte. 1973 wurde eine neue Schulturnhalle errichtet, die etwas in östlicher Richtung zur Schule abgesetzt war. Die Kinder aus dem Ortsteil Gennach besuchen seit 1979 die Schule in Langerringen. Durch die erforderliche Erweiterung der Schule im Jahre 1991 ist mit dem Schulhausanbau ein Verbindungsgang von der Schule zur Turnhalle geschaffen worden.

1978
Durch die Gebietsreform werden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gennach und Schwabmühlhausen eingemeindet. Mit der Gemeinde Hiltenfingen wird eine Verwaltungsgemeinschaft gegründet.

Es begann der Bau der Ortskanalisation durch den ersten Bauabschnitt in Langerringen. Mit dem Bau eines Regenüberlaufbeckens im Jahr 2003 ist die gesamte Ortskanalisation in allen drei Ortsteilen abgeschlossen.

Nach erfolgtem Umbau wurde das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Gleichzeitig erfolgte der Bau der Schlauchwaschanlage und des Trockenturmes.

1984
Der Ortsteil Langerringen wird Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden.“

1987-1989
Bau einer neuen Wasserversorgung in Langerringen und Westerringen. Über eine Verlängerung der bestehenden Wasserversorgung in Gennach wird Langerringen als Wassergast an den Wasserzweckverband Staudenwasser angeschlossen.

1994
Die Räumlichkeiten des Kindergartens in Gennach reichen nicht mehr aus. In Langerringen wird deshalb einer neuer Kindergarten für 3 Gruppen gebaut. 2001 erfolgt ein Ausbau des Kindergartens, da eine vierte Gruppe eingerichtet wurde.

1997
Baubeginn eines neuen Sportgeländes mit Sportheim, 2 Rasenfeldern und einer neuen Schulsportanlage. Eine unterirdische 100-m-Schafschießanlage wird in eigener Regie in Anbindung an das Sportheim durch den Schützenverein „Hubertus“ errichtet.

2002
Es erfolgt die Renovierung der Pfarrkirche St. Gallus.

2010
Jahr 2010 Sanierung und Modernisierung des Rathauses.

Bürgermeister von Langerringen
1877 - 1905 Müller
1906 - 1919 Johann Layer
1919 - 1929 Alois Stromer
1929 - 1937 Johann Layer (Sohn)
1937 - 1945 Ernst Fischer
1945 - Alfons Müller
1945 - 1952 Ludwig Müller
1952 - 1978 Georg Schindele
1978 - 2002 Hermann Urban
seit 2002 - Konrad Dobler

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Chronik Gennach

Gennach blickt wahrscheinlich auf eine jahrtausendalte Vergangenheit zurück. Der Name Gennach stammt möglicherweise von den keltischen Vindeliciern ab, die seit dem 5. Jahr- hundert v. Chr. die Gegend um den Ort besiedelten. Man vermutet, dass der Ort Gennach im 8. Jahrhundert n. Chr. von der Urmark Erringen aus gegründet worden ist. Die Errichtung einer ersten Taufkapelle dürfte wohl auch in diese Zeit fallen.
1190
In einer Urkunde des Kloster Polling wird berichtet, dass der „edle Mann Manegold von Gennahe" sein Gut in Gennach, das er nach dem Erbrecht innehatte, ans Stift Polling gegeben hat. Manegold erscheint in diesem Schriftstück zusammen mit 8 Bauern (Gerung und dessen Sohn Gerung, Heinrich, Ruopert, Arnold, Heinrich, Pertold und Conrad), die alle dort ansässig waren.

1428
Peter und Elsbeth von Hohenegg verkauften ihren Besitz und die Vogteirechte über Gennach um 300 rheinische Gulden an den Bürger Simon Keller. Als Vogtherrschaft hatten die Herren von Hohenegg bis dahin die Gerichtsbarkeit und bezogen Vogtsteuer vom gesamten Dorf und drei Höfen aus dem Härtle, auch Untergennach genannt.

1479

Die Hälfte der Genacher Bauernhöfe, das waren 4 Höfe mit 4 Sölden, gehörten dem in Schwabmünchen ansässigen Heinrich Diem. Im Jahre 1490 wurde der Diemsche Besitz für 1000 Gulden vom Domkapitel Augsburg erworben. Auch die bayerischen Herzöge hatten um die Zeit bis zum 16. Jahrhundert Lehensgüter in Gennach.

1608
Beginn des Baues der Pfarrkirche, die dem HL. Johannes dem Täufer geweiht ist, durch den Maurermeister Jakob Asperger und Zimmerer Georg Schwäger und Anton Spindler aus Lechhausen. Bei dem Bau handelt es sich um eine stilreine Renaissancekirche. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1610. Das Johannisfest war in alten Zeiten Mittelpunkt großer Feierlichkeiten. So zogen im Jahr 1720 Kreuzgänger aus der ganzen Umgebung von Großaitingen, Wiedergeltingen, Türkheim und anderen Gemeinden nach Gennach. Der Kirchturm mit seiner Zwiebelkuppel diente als Leuchtturm für die Wanderer im Gennacher Moos.

1617/18
Das Domkapitel bewilligt Maximilian von Fugger zu Kirchberg und Weißenhorn, in Gennach ein Falkenlager einzurichten.

1713
Erhebung zur eigenen Pfarrei und Verlegung des Pfarrsitzes von Westerringen nach Gennach. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau des Pfarrhauses (heutiges Mesnerhaus) begonnen. Das Pfarrhaus wurde 1753 erneuert und 1803 nochmals umgebaut. Später wird dieses Gebäude auch als Mesner- und Schulhaus genützt.

1788
Im Gennacher Moos beginnt man mit dem Torfstechen

1789
In einer Beschreibung des Hochstiftes Augsburg wird Gennach folgendermaßen beschrieben:
„Durch die dortige, sembtliche Fluren und Jurisdiction flüßet der Gennach-Strichbach, welcher durch das Tal von Buchloe herkommt, und in dem dort befindlichen Moos flüßet der Eisbach und Moßgraben. Diese Gemeinde hat ein kleines Wäldchen, so an dem Leprosenwäldle anliegt, und wird das Kühe-Härtle genannt, dann wird dermalen in den dortigen Moß Torf gestochen, welches den Mangel an Holzes ersetzet. Das Patronatsrecht gehört zum hohen Domzelleriat, sowie der Zehent allda und Zehentstadel, worin von 284 1/3 Jauchert der Großzehent eingelegt wird. Ware ehedem eine Bräugerechtigkeit, die jetzt eingegangen ist."
Die Gerichtsherrschaft wurde vom Oberrichteramt zu Erringen ausgeübt.

1803
Säkularisation, Grundherrschaft und Gerichtsbarkeit des Domkapitels enden
nach 313 Jahren (seit dem Jahre 1490), die Landeshoheit des Hochstiftes
Augsburg kommt zum Kurfürstentum Bayern.

1808
Kirchturmbrand aufgrund eines Blitzschlages. Alle drei Glocken verschmelzen. Der Turm wird um ein Stück abgetragen.

1818
Mit Gemeindeedikt wurde die politische Gemeinde gegründet. Voraussetzung war, dass mindestens 20 Familien im Ort ansässig waren. Der Gemeinderat bestand aus dem Gemeindevorsteher und 4 Bürgern.

1870-75
Die Gennach wird reguliert und die wilden Krümmungen entfernt.

1877
Bau des neuen Schulgebäudes (heute Musiker- und Feuerwehrheim)

1877
Bau des neuen Pfarrhofes östlich der neuen Schule. Die Besitzverhältnisse am Schul- und Pfarrhaus mit den dazugehörigen Grundstücken führten immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Gemeinde und Kirchenstiftung. Erst im Jahre 1933 konnten die Besitzverhältnisse einvernehmlich geregelt werden.

1914
Im Juli 1914 wurde der Licht- und Kraftstrom auf der neu erbauten Hochspannungsleitung nach Gennach geleitet. 33 Gemeindemitglieder waren für einen Antrag an die LEW.

1915
Baubeginn der Entwässerungskanäle im Gennacher Moos. Dies wurde im Jahre 1911 durch den damaligen Bürgermeister Müller in die Wege geleitet. 1912 gründete sich eine Genossenschaft zur Entwässerung des Gennachmooses und der Goldenen Weide. Beim Bau der Kanäle waren auch über 100 russische Kriegsgefangene eingesetzt. Eine endgültige Fertigstellung erfolgte erst Mitte der 20er Jahre.

1932
Die erste Flurbereinigung östlich der Gennach fand bis zum Jahre 1934 statt.

1937
Errichtung des ersten Kindergartens

1945
Einmarsch der amerikanischen Truppen am 25. April mit einigen hundert Panzern.

1950
Am südlichen Teil des Dorfes, auf der sogenannten Kälberweide, wurden von Flüchtlingen und Einheimischen 10 Einfamilienhäuser erbaut.

1952
Bau eines neuen Friedhofes mit Leichenhaus. Im Jahre 1972 erfolgte eine Friedhofserweiterung.

1959
Die Dorfstraße wurde ausgebaut und erhielt eine feste Teerung.

1960 - 62
Bau des sogenannten „Suez-Kanals" Hochwasserkanal vom Wasserverband Gennach. Im Gennacher Moos entstand durch die Kiesentnahme ein großer Baggersee von 7 – 8 m Tiefe.

1960
Das Projekt der Flurbereinigung Gennach II in der Westflur bis zur Flurgrenze wurde begonnen. Die Feldwege und Straßen wurden zum Teil als Betonstraßen ausgebaut.

1963
Verleihung des Gemeindewappens

1964
Bau der neuen Schule, da in 2 Schichtbetrieb über 80 Kinder unterrichtet werden mussten. Heute befindet sich darin der Kindergarten und das Schützenheim.

1973
Bau einer zentralen Wasserversorgung

1973
Ausbau der Ortsstraße

01.05.1978
Eingemeindung nach der Gebietsreform zur Gemeinde Langerringen.

1983
Die Musikkappelle entschließt sich zum Aufbau des im Besitz der Pfründestiftung befindlichen und in der Zwischenzeit eingefallenen Stadels. Die Einweihung des neuen Musikantenstadels erfolgt bereits im Jahr 1984

1985
Die Freiwillige Feuerwehr Gennach baut im 1. Stock der alten Schule ein neues Feuerwehrheim. 1988 baut die Musikkappelle im Erdgeschoss desselben Gebäudes ihr Musikerheim. Dieses wird dann im Jahr 2002 erneut ausgebaut.

1986
Die Pfarrkirche St. Johannes wird einer kompletten Innenrestaurierung unterzogen. Gleichzeitig wird der gesamte Glockenstuhl erneuert und gedreht.

1988
Gennach wird die schönste Gemeinde im Landkreis Augsburg, 1. Sieger im Bezirksentscheid und erreicht den 3. Platz in Bayern.
Mit der gewonnen „Siegerprämie" wird der Rosengarten in den Jahren bis 1993 angelegt. Diese Gartenanlage mit seinen mehr als 1000 Rosen ist bis heute weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

1990
Gennach begeht sein 800jähriges Bestehen mit großen Festprogramm im Musikantenstadl

1991
Bau des neuen Feuerwehrhauses

1993
In der Pfarrkirche wird die lange Zeit unbespielbare Orgel restauriert.

2012
400 Jahre Pfarrkirche "St. Johannes der Täufer"

Bürgermeister von Gennach
1855 - 1860 Hartinger
1860 - 1899 Ludwig Weyer
1899 - 1929 Josef Müller
1929 - 1933 Heinrich Weimer
1933 - 1945 Max Fischer sen.
1945 - 1952 Josef Bader
1952 - 1966 Max Fischer sen.
1966 - 1978 Max Fischer (Sohn)


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 Chronik Schwabmühlhausen

11. Jhd.
Erste urkundliche Erwähnung, allerdings erfolgte die Besiedelung schon erheblich früher. In alten Urkunden gibt es für den Ort verschiedene Bezeichnungen, wie Mulihusen im 11. Jahrhundert, im 12. Jahrhundert Muolehusen und ein Jahrhundert später Mulhusen.

12. Jhd.
Bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts gehörte ein Teil des Grundbesitzes dem Kloster Rottenbuch. Der Augsburger Bischof überließ 1300 die Pfarrei Schwabmühlhausen für immer dem Kloster Rottenbuch.

1388

Im Kriegsgeschehen zwischen den Herzögen Stephan II. und Friedrich gegen die Stadt Augsburg ging der ganze Ort in Flammen auf. Nachzulesen ist dies unter folgendem Satz:„denn sie verprannten alliu die Dörfer und namen da waz sie fanden.“.

1571
Der 1. Grenzvertrag zwischen Bayern und dem Hochstift Rottenbuch sah vor, dass auf den Klostergründen die hohe Gerichtsbarkeit innerhalb des Dorfes Bayern zustehen soll.

1605
Von der Gemeinde wurde zu Ehren des hl. Rochus und hl. Sebastian am süd-östlichen Rand eine Kapelle errichtet. Die beiden Heiligen waren in der damaligen Zeit eine Zuflucht der Menschen vor der Pest. Ursprünglich war die Kapelle von einem ummauerten Pestfriedhof umgeben.

22. 01 1633
Pfarrer Matthias Friesenegger, der dem Rottenbucher Konvent angehörte, wurde bei Igling von schwedischen Soldaten misshandelt und erschossen.

1652
Wenige Jahre nach dem Ende des 30jährigen Krieges, baute der Abt von Füssen drei Höfe des heutigen Schwabaich wieder auf und bleiben Eigentümer bis zur Säkularisation. 1218 bestätigt König Friedrich II dem Kloster St. Mang in Füssen die Besitzungen. Im Schwedenkrieg zerfielen drei der vier Höfe. Der Name kommt aus der althochdeutschen Sprache (aichabi) und bedeutet soviel wie Siedlung beim Eichenwald. Von diesem Wald ist schon lange keine Spur mehr zu finden.

1669
Im 2. Grenzvertrag zwischen Bayern und dem Hochstift Rottenbuch wurde die Singold als Gerichts- und Territorialgrenze festgelegt. Wenn auch der größte Teil von Dorf und Flur auf hochstiftischem Gebiet lag, so kann diese Regelung nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Bayern ein Stück nach Westen hat verschieben können.

1682
Die erst im Jahr 1581 erworbenen Besitzungen der St. Jakobspfründe Augsburg werden an das Kloster Rottenbuch verkauft. Der bedeutendste Zugewinn für das Klosters Rottenbuch erfolgte durch diese Veräußerung.

um 1730
In dieser Zeit beginnt der Bau des Pfarrhofes als langgestreckter Bau mit Satteldach. Darin untergebracht waren auch die Tenne mit korbbogigem Tor und Oberlicht sowie der Stall. Aus Beschreibungen im Jahr 1893 wird der Bau als alt, tiefliegend, deshalb feucht, im Ganzen schlecht und teilweise sogar unbewohnbar bezeichnet.

1758 - 1764
Erfolgte der Neubau der Kirche St. Martin unter Leitung von Michael Stiller aus Ettringen. Die Decken- und Wandfresken von Johann Baptist Enderle sind prachtvoll und in vollendetem Rokoko. 1860 fand durch einen Kirchenmaler aus Landsberg eine unsachgemäße Renovierung statt, deren Schäden bei der Kirchenrenovierung 1947 und 1948 wieder beseitigt wurden.

1785
Der 3. Grenzvertrag zwischen Bayern und dem Hochstift. Das Hochstift verzichtet gegen andere Vorteile auf die Rechte der Steuer- und Militärhoheit auf bayerischem Gebiet.

1800
Die französischen Truppen von General Moreau marschieren in Schwabmühlhausen ein. Durch Entrichtung einer hohen Geldsumme entging der Ort einer angedrohten Plünderung. Ein Votivbild in der Pfarrkirche aus dem Jahr 1802 erinnert an den Einzug.

1803
Bis zur Säkularisation blieb das Dorf im Besitz des Klosters Rottenbuch, deren Grundherrschaft nach 121 Jahren endet. Die Landeshoheit des Teiles des Hochstiftes Rottenbuch geht an das Kurfürstentum Bayern

1818
Durch ein Gemeindeedikt wird die politische Gemeinde gegründet.

1867
Beim Weiler Schwabaich wird zu Ehren des hl. Magnus eine Kapelle errichtet. Die Kapelle steht auf öffentlichem Grund und wurde in den letzten Jahren durch die Gemeinde Langerringen renoviert.

1874
Die Kirchenglocken, wobei die ältesten aus dem Jahr 1545 stammten, wurden eingeschmolzen und durch ein neues Geläut ersetzt. Die Gemeinde musste im 1. Weltkrieg drei Glocken für die Rüstung abliefern. Auch im 2. Weltkrieg mussten wieder drei der vier Glocken abgegeben werden. In der Weihnachtszeit 1949 wurde das neue Geläut von Bischof Dr. Josef Freundorfer eingeweiht.

1904/05
Die erste Flurbereinigung erfolgte im Gemeindegebiet. Im Anschluss daran erfolgt in den Jahren 1907/08 die Begradigung der Singold.

1950
Die Bevölkerungszahl in Schwabmühlhausen stieg durch die vielen Heimat-vertriebenen auf über 500 Einwohner an. Danach ging die Einwohnerzahl stetig zurück: 1961 auf 461 Personen, 1970 auf 343 und 1974 auf 333. Im Jahr 2002 waren es wieder 578 Einwohner.

1964
Durch eine Entschließungsurkunde des Bayerischen Staatsministeriums des Innern erfolgte die Verleihung des Gemeindewappens.

1975
Baubeginn eines neuen Feuerwehrhauses an der Bergstraße. Die Fertigstellung erfolgte dann ein Jahr später.

01.05.1978
Durch die Gebietsreform in Bayern verliert Schwabmühlhausen seine Selbständigkeit und wird in die Gemeinde Langerringen eingemeindet. Mit einer Gegenstimme im Gemeinderat wird dieser Eingemeindung zugestimmt.

1978
Die alte Schule wird durch den Schützenverein zu einem Schützenheim umgebaut. Die offizielle Einweihung fand am 25. Januar 1979 statt.

1980
Die zweite Flurbereinigung beginnt und wird 1982 zum Abschluss gebracht.

1982
Einweihung eines neuen Friedhofes durch eine Erweiterung in westlicher Richtung. Gleichzeitig wurde ein neues Leichenhaus errichtet.

1996
Durch die Errichtung einer neuen Kanalisation wird die Abwasserbeseitigung geregelt. Die Abwässer fließen in eine eigens errichtete Kläranlage nördlich von Schwabmühlhausen.

1999
Im Herbst begannen die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Pfarrhof. Der Wohnbereich wurde komplett erneuert und im Bereich von Stall und Tenne entstand ein Mehrzweckraum. Die Arbeiten dauerten bis zum Sommer 2003. Am 05.Oktober 2003 wurde der Pfarrhof eingeweiht.

2008
250 Jahre Pfarrkirche "St. Martin" mit Besuch von Bischof Mixa

Bürgermeister von Schwabmühlhausen

1894 - 1911 Kuhn Josef
1912 - 1919 Starkmann Johann
1919 - 1933 Kuhn Josef
1933 - -- Völk Xaver
1933 - 1945 Mayer Mathias
1945 - 1948 Reßle Anton
1948 - 1960 Starkmann Joachim
1961 - 1978 Ritter Heinrich

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